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Praxis Dr. med. Alexander Wähning
Facharzt für Augenheilkunde
Kölner Str.6-10
50126 Bergheim/Erft
Tel.: 02271-43493
Fax:02271-678479
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Notfallnummer

Augenärztlicher Notdienst
im Rhein-Erft-Kreis
02238-9494215
(Außerhalb unserer Sprechstunden)

Welche Folgen hat das Schielen für das Sehen?

Untersuchung in der Sehschule
Wie bereits beschrieben, schneiden sich die beiden Sehachsen der Augen in dem fixierten Objekt. Auf Grund des geringgradig unterschiedlichen Blickwinkels zwischen rechtem und linkem Auge kommt es zwischen diesen zu leicht unterschiedlichen Bildern, die das Gehirn letztendlich zu einem Bild verschmilzt und die Differenz lässt das räumliche sehen entstehen. Beim Schielen sind die Bilder jedoch zu versetzt, als dass sie verschmolzen werden, es entstehen zwei Bilder, Sehen von Doppelbildern. Das kindliche Gehirn kann, da es noch sehr entwickelungsfähig und formbar ist, den Seheindruck des schielenden Auges unterdrücken, um die störenden Doppelbilder zu unterdrücken. Dies führt nach einiger Zeit zur Schwachsichtigkeit (Amblyopie), eines ansonsten organisch gesunden Auges. Wird diese Schwachsichtigkeit nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt, so ist sie ab einem bestimmten Lebensalter nicht mehr behandelbar und bleibt lebenslang bestehen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann die Schwachsichtigkeit fast immer verhindern bzw. beheben und eventuell sogar zu einem räumlichen Sehen führen. Schielen ist immer eine ernste Erkrankung und wächst sich nie von selber aus! Jedes plötzliche Schielen im Kindesalter bedarf einer umgehenden augenärztlichen Abklärung!

Wie wird das Schielen behandelt?

  • Versorgung mit Brillengläsern zur Korrektur von Brechungsfehlern
  • Behandlung der Schwachsichtigkeit durch Zukleben des besseren Auges (Okklusionstherapie), um das schwächere Auge zum Sehen zu zwingen
  • Eventuell durch eine spätere Schiel-Operation

Wozu dient die Brille?

Korrektur mit Brille
Durch das Tragen Brille kommt es in etwa der Hälfte des Schielens zu einer deutlichen Reduktion, wenn nicht sogar zu einer vollständigen Beseitigung des Schielens. Bei der Fehlsichtigkeit handelt es sich meistens um eine stärker ausgeprägte Weitsichtigkeit.

Was bewirkt die Okklusionstherapie?

Abkleben des nicht schielenden Auges
Durch die Abdeckung des besseren Auges durch ein Pflaster wird das sehschwache Auge zum Sehen gezwungen und wird während dieser Zeit nicht vom Gehirn am Sehen gehindert. Das Pflaster wird in vom Augenarzt bzw. der Orthoptistin festgelegten Zeitintervallen getragen, die je nach Behandlungserfolg und Schwere der Amblyopie festgelegt werden. Die Okklusionsbehandlung muss über Jahre, mitunter bis zum 12. Lebensjahr und nach erfolgter Operation, fortgeführt werden.
Unabdingbar für den Erfolg der Amblyopiebehandlung ist die Mithilfe der Eltern, die dafür sorgen, dass die Behandlung in den festgelegten Zeiträumen stattfindet!

Wann ist eine Schiel-Operation notwendig?

Wenn der Schielwinkel so groß ist, dass sich keine beidäugige Zusammenarbeit entwickeln kann, sollte die Fehlstellung durch Operation an den äußeren Augenmuskeln beseitigt werden. Mitunter ist die operative Stellungskorrektur Voraussetzung für weitere therapeutische Maßnahmen. Die Operation erfolgt in der Regel dann, wenn das Kind die Brille verlässlich trägt, mit beiden Augen annähernd gleich gut sieht und bei der Untersuchung kooperativ ist. Der beste Zeitpunkt liegt bei gesunden Kindern mit frühkindlichem Schielen im 5. bis 6. Lebensjahr.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit von Eltern, Kind und Augenarzt?

Der Arzt ist, abgesehen von der Operation, bei allen sonstigen Maßnahmen nur erfolgreich, wenn Eltern und Kind zuverlässig bei der Behandlung mitarbeiten. So ist es wichtig, dass das Kind die Brille permanent trägt, die Okklusionspflaster in den festgelegten Zeitintervallen (und auch nicht länger!) trägt, und die Termine zur Nachuntersuchung in der Sehschule eingehalten werden!